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„Wir lassen Sie nicht im Regen stehen!“ Dieses Motto hat der Kirchenvorstand der Ev. Petrusgemeinde Urberach vor gut 2 Jahren ausgerufen. Dies bezieht sich natürlich zunächst auf unsere Verantwortung, die frohe Botschaft Gottes zu verkündigen.
Da es uns aber schwer fällt, dieses Versprechen auch in Bezug auf unser undichtes Kirchendach einzulösen, bitten wir Sie seit einiger Zeit um Unterstützung bei der anstehenden Sanierung unseres Kirchendaches. Heute möchten wir Ihnen vom derzeitigen Stand der Dinge berichten, die natürlich im Fluss sind und sich mit der Zeit weiter verändern und erst konkretisieren werden.
Nachdem Ende letzten Jahres die Dachunterfolie provisorisch geflickt wurde, damit kein weiteres Wasser ins undichte Dach eindringen kann, hat im Frühjahr eine weitere Begehung unseres Bauausschusses mit der Landeskirchlichen Architektin Frau Ebenritter und dem Architekten unseres Vertrauens, Herr Hein aus Darmstadt, stattgefunden.
Auch hier hat sich wieder einmal gezeigt: wenn man erst mal anfängt… Schnell sprachen wir nicht mehr über die reine Dachsanierung, sondern auch über die Maßnahmen, die im Rahmen einer Sanierung sinnvollerweise mit erledigt werden sollten (z.B. Malerarbeiten).
Bald wieder so? Petruskirche vor dem Umbau
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Damit im Zusammenhang stand die Frage der Gestaltung der äußeren Form unserer Kirche. Soll die Sanierung auf den derzeitigen Stil der 70er Jahre hin erfolgen oder wieder in Richtung des ursprünglichen Stils der 50er?
Zur Erklärung: Bis nach dem 2. Weltkrieg gab es im katholisch geprägten Urberach fast keine Evangelischen Christen. Dies änderte sich dann durch Zuzug. Unsere Kirchengemeinde wurde am 1. April 1951 gegründet. Die zunächst wenigen Gemeindeglieder bauten 1954 mit geringen Mitteln ihre eigene Kirche, welche das Wahrzeichen ihrer Evangelischen Identität vor Ort wurde.
In den 70er Jahren erfolgte ein Umbau in der zeitentsprechenden Stilrichtung. Seither sind keine größeren Baumaßnahmen mehr erfolgt.
Da der spätere Umbau die heutigen Probleme der Dachkonstruktion begünstigt hat (z.B. nicht freiliegende Dachrinnenkonstruktion), wurde uns von Seiten der Architekten ein dezenter Rückbau in die ursprüngliche Anlage unserer Kirche empfohlen. Der Kirchenvorstand hat sich dieser Empfehlung in seiner Sitzung vor den Sommerferien angeschlossen.
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Inzwischen liegt uns dazu eine ERSTE GROBE Kostenschätzung inkl. Nebenkosten in Höhe von brutto 156.000,00 € vor.
Diese, wie gesagt allererste Schätzung, wird derzeit in der Kirchenverwaltung auf ihre Realisierungsmöglichkeiten hin überprüft. Für einige dringend notwendige Maßnahmen wird die Landeskirche bis zu 80 Prozent der Kosten übernehmen, für andere nur sehr wenig oder gar nicht. Uns wurde ein Baubeginn frühestens 2013 in Aussicht gestellt.
Wir haben als Gemeinde in den vergangenen beiden Jahren durch verschiedene Benefizaktionen und Spenden Ihrerseits knapp 37.000 € dafür zusammen getragen, wofür wir sehr dankbar sind!
Die Kostenprüfung und Verhandlungen mit der Landeskirche werden nun einige Zeit andauern und uns dann zeigen, ob und in welchen Teilen unsere Ideen überhaupt zu verwirklichen sind.
Fakt ist jedenfalls: je mehr Eigenkapital wir als Gemeinde aufbringen können, desto unabhängiger sind wir in unserer Vorgehensweise und der Zukunftssicherung unseres Gotteshauses. Ein Darlehen werden wir sicherlich nicht aufnehmen, da unser Gemeindehaushalt durch den Abtrag verschiedener anderer ohnehin sehr stark belastet ist (siehe vorherige Ausgabe).
Wir werden Sie daher weiterhin um Ihre Unterstützung zur Sanierung unserer Kirche bitten. Sie ist ja nicht nur Ort unseres Gottesdienstes und verschiedenster Veranstaltungen. Da sie immer geöffnet ist, bietet sie vielen Menschen eine Rückzugsmöglichkeit aus dem Trubel des Alltags und Obdachlosen eine Notunterkunft. Sie ist Heimat für viele und sollte auf sicheren und trockenen Füßen stehen!
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