Donnerstag, 09. Februar 2012
Losung und Lehrtext für Donnerstag, 9. Februar 2012:

Wenn du den Hungrigen dein Herz finden lässt und den Elenden sättigst, dann wird dein Licht in der Finsternis aufgehen.
Jesaja 58,10

Erbringt den Beweis eurer Liebe.
2.Korinther 8,24
Endlich hat der „Brotkorb“ sein eigenes Sammelfahrzeug Drucken E-Mail
Der „Rödermärker Brotkorb“ hat sein eigenes Auto, blütenweiß, mit dem augenfälligen Logo auf Front und Heck und mit den Logos aller fünf christlichen Kirchengemeinden, in deren Namen und mit deren Hilfe der „Brotkorb“ betreut wird, unter dem alles umspannenden Regenbogen. Mit darauf sind auch die Logos einiger der wichtigsten Sponsoren, die diesen Wagen gemeinsam mit vielen „kleinen“ Spendern ermöglicht haben, allen voran die Sparkasse, das Land Hessen über die Lotto-Stiftung sowie der Kreis Offenbach, die HSE sowie die Mitglieder des Lions Clubs Rodgau-Rödermark. Sie alle waren fast vollständig bei der Schlüsselübergabe durch Mitglieder vertreten.  

Das neue Auto war dringend nötig geworden, nachdem die Abholung gespendeter Waren bei den Firmen bislang durch Privatfahrzeuge der ehrenamtlichen Mitarbeiter erfolgte und sich inzwischen zu regelmäßigen Rundfahrten ausgeweitet hat. Beide Aldi-Filialen, beide Lidl-Filialen und das Kaufland werden von Montag bis Donnerstag regelmäßig täglich angefahren, dazu kommen mehrere Bäckereien in Rödermark und ab und zu einzelne Geschäfte. Eng sind auch die Kontakte zu Dietzenbachs Tafel, mit der ein reger Austausch vor allem bei übrig gebliebener, aber nur noch kurzzeitig haltbarer Frischware herrscht.

 

Seit rund zwei Monaten wird die Weitergabe der appetitlich sortierten Waren an den Öffnungszeiten jeweils donnerstags von 16 bis 17 Uhr neu organisiert: die Menge der Menschen, die in dem engen Raum im Untergeschoss des evangelischen Gemeindehauses in der Wagnerstraße versorgt werden, war so wie bisher nicht mehr zu handhaben. In Absprache mit den Kunden, die für jeweils einen Euro eine Tasche voll Lebensmittel von frischem Obst über Backwaren bis zu Butter oder Süßigkeiten einkaufen können, wurde die Gruppe alfabetisch nach Namen geteilt – von „A“ bis „K“ in der einen Woche, ab „L“ in der jeweils nächsten Woche. Selbst auf diese Weise sind es zwischen 45 und 50 bedürftige Kunden mit Sozialschein wöchentlich; insgesamt rund 95, die jeweils oft für ganze Familien einkaufen. Sie können nun natürlich mehr Waren mitnehmen und bringen sich dafür oft noch einen Träger mit. Laut Wolfgang Geiken-Weigt, dem Leiter der Sozialen Dienste der Stadt Rödermark, wird der Bedarf in Zukunft wohl noch weiter steigen – vor allem die oft versteckte Altersarmut nimmt regelmäßig zu, auch die finanziellen Schwierigkeiten vieler Familien mit mehreren Kindern.

Bei einem Benefizspiel zwischen den Mitarbeitern des Brotkorbs und dem Seniorenbeirat, unterstützt von den Mitarbeitern der Sozialen Dienste der Stadt, beim Beachvolleyballevent „Orwisch Beach“ vor dem Badehaus überreichte auch Heinz Weber, der Vorsitzende des Seniorenbeirats, einen Scheck über 200 Euro an Ingeborg Strasser. Dies war der Erlös aus den für einen Euro Schutzgebühr verkauften Rödermark-Stadtführern für Senioren und Behinderte.

Christine Ziesecke (Offenbach-Post)

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 14. Oktober 2010 um 18:30 Uhr