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Gelebte Diakonie ist kein Weg der auf Rosen gebettet ist.
Es kann geschehen, dass du belogen, betrogen, verraten und verkauft, benutzt und vergessen wirst.
Du gibst alles und bekommst weltlich gesehen nichts. Du stehst ganz hinten, man übersieht dich gerne, denn du bist unbequem.
Wozu soll ich mich dann verrückt machen, meine Zeit, mein Geld, meine Kraft, mein ganzes Leben einsetzen, um die Missstände in dieser Welt zu lindern? Ist nicht sowieso alles verlorene Mühe, ein Tropfen im Ozean?
Jesus hat uns den Weg gezeigt; er hat alles erlebt und gelebt in seinem Leben.Ein Weg, der seinen Menschen Frieden, Freiheit, Erlösung schenken soll.
Viele hassten ihn dafür und wollten ihn loswerden, weil er unbequem war für die, die die Welt liebten, den Reichtum, die Schönheit, den Ruhm, das Vergnügen. (Was auch seinen Platz hat, aber keinen bleibenden Wert.)
Aber Gottes Plan war anders. Er hat die Macht des Bösen gebrochen, denn Jesus ist auferstanden und er lebt. So haben wir es uns an Ostern wieder zu gesagt. Darum lohnt sich Diakonie, Caritas. Seine Liebe weiterschenken, wie sie uns geschenkt wurde – umsonst, das ist der Auftrag.
Wenn wir Jesus in unserem Nächsten sehen – im Bruder, in der Schwester, im Kind ,dann dürfen wir Gottes Liebe erkennen und mit ihm handeln.
Dann wird seine Gegenwart Wahrheit und die Welt wieder ein Stück erhellt.
Wenn Kinderaugen wieder strahlen, einsame Herzen wieder lieben, wenn alte Hände streicheln, wenn Hoffnung Wärme bringt, Annahme wachsen lässt – wenn gemeinsam am Wohl dieser
einen, unserer Welt, gearbeitet wird, dann ist Jesus mitten unter uns – dann werden wir immer mehr „ In der Liebe wachsen!“
Dann wird die Gemeinde Jesu sichtbar, für die er gelebt und gelitten hat, für die er gestorben und auferstanden ist.
Dann ist Ostern nicht nur einmal im Jahr – sondern jeden Tag.
Ingeborg Strasser
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