Donnerstag, 09. Februar 2012
Losung und Lehrtext für Donnerstag, 9. Februar 2012:

Wenn du den Hungrigen dein Herz finden lässt und den Elenden sättigst, dann wird dein Licht in der Finsternis aufgehen.
Jesaja 58,10

Erbringt den Beweis eurer Liebe.
2.Korinther 8,24
2010-03-27: Galadinner des Männerkochteams am 27. März 2010 Drucken E-Mail

Unter dem Motto: "Sie decken für uns das Dach, wir decken für Sie den Tisch!" stand das Galadinner des Männerkochteams unserer Petrusgemeinde. Die Eintrittskarte versprach eine kulinarische Reise durch die Region in sechs Gängen, die sich allerdings beim Lesen der Menukarte als sieben Gänge herausstellte. Beim Betreten des Gemeindesaals empfing uns ein stilvolles Ambiente. Sogar der Tischschmuck - Blumen auf Dachziegeln drapiert - entsprach dem Motto des Abends.

Live gespielte und gesungene Musik, Bettina Winter sang Chansons, von Ulrike Stahn am Klavier begleitet, untermalte die Begrüßung. Außerdem empfing uns als Aperitif ein Glas Apfelsekt mit einer liebevoll geschnitzten Apfelspirale dekoriert, die beim Trinken in der Nase kitzelte.

 

Pünktlich um 18:30 Uhr ging es los mit dem ersten Gang: Kartoffel-Bloatz mit Handkäsetartar. Vorher gab es ein Raten an unserem Tisch, keiner wusste so recht, was sich hinter einem Bloatz verbirgt. Aber dann entpuppte er sich als ein mit einer Kartoffelmasse bedeckter Brotteig, eine köstliche Zusammenstellung. Meine guten Vorsätze mich etwas zurück zu halten, verflogen schnell.

In der Küche herrschte geschäftiges Treiben bei super Stimmung, der Ablauf war gut koordiniert. Das Männerkochteam mit Chefkoch Ralf Brößler zog alle Register. Rüdiger Kurz, Oliver Mattes, Herbert Schäfer, Holger Vierkant, Dirk Völker, Peter Kempf, Uwe Ewert und Gerd Bauer zauberten kräftig. Manfred Dörsam schenkte die passenden Weine zur Abrundung des Genusses aus.

Bald ging es weiter mit einer Suppe von grüner Rübe mit was drin. Wir entdeckten erstaunt, dass es sich bei der Rübe um Mangold handelte. Auf Orwischer Schweinebauch, Rübenallerlei, Schnitzkartoffeln und Apfelschmand, danach Fisch in der Senfkruste auf Wirsinggemüse und Birnen schloss sich Gebratener Tafelspitz auf Kartoffelgemüse, Meerrettich und sautierten Boskopspalten als Hauptgerichte an. Beim dritten schwächelten allerdings schon einige Gäste, sogar schon manche Männer, die vorher ihren Frauen beim Verzehren hatten helfen müssen.

Die Pausen zwischen den Gängen verkürzten abwechslungsreiche Darbietungen. So führte uns Zauberer Ello aus Frankfurt passend auf eine Reise durch die Welt der Magie. Sein phantastisches Programm riss uns Zuschauer mit, immer wieder verblüffte er mit seinen Pointen und seiner Fingerfertigkeit. Wir rätselten lange über einige unglaubliche Tricks.

Das Musikduo bot weitere musikalische Schmankerl. Viel Applaus ernteten sie nicht nur mit dem Lied vom Überzieher von Otto Reuter, das man heutzutage nur noch selten hört. Bettina Winter glänzte auch in einer Doppelrolle in einem Liebesduett und einem Evergreen von Hildegard Knef Für mich soll's rote Rosen regnen, die sie zum Schluss auch verteilte. Francis Brößler setzte gekonnt in einem Stepptanz Musik in Rhythmus um. Nach der Bewegung des Steppens - obwohl nur durchs Zuschauen - passte erstaunlicherweise der Käsesalat vom Rhönschaf mit Blütenhonig, dazu selbst gebackenes Brot, schon wieder leichter in den Magen.

Für den perfekten Service sorgten die zugehörigen Damen des Männerkochteams, die den Part der Bedienung übernahmen, sowie der Konfirmand Moritz Völker, der super mitarbeitete. Unsere Petrusweine harmonisierten vorzüglich mit den Speisen. Eine weinselige Stimmung setzte mit der Zeit ein.

Das Essen war pfiffig zusammengestellt gewesen und liebevoll dekoriert, so war der Fischgang etwa mit kleinen handgeschnitzten Fischen aus Roter Bete verziert.

Nach einem offiziellen Dank an die Aktiven kam die Krönung des Dinners, der Nachtisch Vanilleparfait mit Walnüssen an Erdbeersauce und Orwischer Luft auf Rhabarberragout mit Dachziegeln. Das Arrangement war ein kleines Kunstwerk. Unter geschäftigem Geklapper gingen auch diese ihren vorbestimmten Weg. Mit der Zugabe Far over the rainbow endete das Programm weit nach Mitternacht.

Zum Schluss hatte auch ich als Gast das Gefühl, etwas geleistet zu haben. Bei letzten zufriedenen Gesprächen ging ein rundherum gelungener Abend zu Ende.

Am darauf folgenden Morgen zeigte meine Waage zwar ein Kilo mehr, aber was soll's. Wir blicken auf ein sensationelles Essen zurück und danken sehr herzlich allen aktiv Beteiligten für ihre Mühe und ihren Einsatz, der bis weit in den nächsten Morgen dauerte. 

Doris Huber

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 04. Oktober 2010 um 19:44 Uhr