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Foto: Hans Geppert
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Im Nachhinein verging das Wochenende mit unseren Wein- und Wanderfreunden aus der Petrusgemeinde wieder viel zu schnell. Petrus hat uns wie in den letzten Jahren herrliches Wetter beschert. Die Gegend um Miltenberg und auch die Stadt selbst taten ein Übriges dazu, dass das Wochenende in Churfranken vollauf gelungen ist. Überall wurden wir mit fränkischer Herzlichkeit umsorgt; kurz gesagt: Genuss und Erlebnis im Überfluss.
Am Freitag-Abend (09.09.2011) hatten wir nach einem gemeinsamen Abendessen im „Jugendgästehaus St. Kilian“ in Miltenberg unsere Weinprobe im Weingut Knapp. Ideal war dabei, dass wir von St. Kilian nur die Straße überqueren mussten. Herr Knapp hat uns die Besonderheiten des Weinanbaugebiets um Miltenberg erklärt, und die probierten Weine sorgten dafür, dass es ein geselliger Abend wurde.
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| Am Samstag machten wir uns nach dem Frühstück auf den Weg nach Bürgstadt, wo eine Vielzahl von Winzern der Weingegend um Miltenberg beheimatet sind. Der beschauliche Weinort Bürgstadt ist zwar nur 2 km von Miltenberg entfernt, aber unser ausgesuchter Teilabschnitt des fränkischen Rotwein-Wanderweges führte erst nach 12 km zum Ziel. Er schlängelte sich durch die Weinterrassen mit herrlichen Ausblicken auf Miltenberg und die Umgebung. Immer wieder konnten wir die unterschiedlichsten Traubensorten probieren. Rast machten wir auf halbem Weg in einer noch neuen Wanderhütte, wo wir zum mitgenommenen 2. Frühstück den 1. Wein probieren konnten. Der Sohn der Winzerfamilie Stich hatte ihn dorthin gebracht. So ließ sich der Rest des Weges anschließend mühelos bewältigen |

Foto: Hans Geppert
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Unsere „Fußkranken“ wählten an Stelle der Wanderung den kurzen Weg und wir trafen uns dann mittags bei Familie Stich zur Weinprobe mit fränkischer Vesper. Da die diesjährige Weinlese aufgrund der sonnigen Witterung bereits in der 1. Septemberwoche begonnen hatte, musste Frau Stich die Präsentation der Weine übernehmen, was ansonsten die Aufgabe ihres Mannes gewesen wäre. Sie hat ihren Mann sehr gut vertreten. Sie brachte uns die Kunst und die Geheimnisse des Winzers für einen guten Wein näher. Da sie durch die Freundin ihres Sohnes bei der Bewirtung unterstützt wurde, hat es uns an Nichts gefehlt. Natürlich haben wir bei Frau Stich noch einige „Wein-Mitbringsel“ eingekauft, bevor wir der langsam voraus gegangenen Gruppe nacheilten.
Erstaunt waren wir, als wir die gesamte Gruppe im Ort vor einem Café sitzen sahen. Der Kaffee wurde als notwendig für die am Abend noch vorgesehene Stadtführung durch Miltenberg angesehen. Wir haben uns dann ebenfalls noch einen Kaffee gegönnt, bevor wir zum Abendessen in unserer Unterkunft St. Kilian aufbrachen.
Nach einem geschmacklich hervorragenden und reichlichen Abendessen trafen wir uns auf dem Marktplatz mit unserer Stadtführerin. Sie führte uns zu den sehenswerten Stellen und Gebäuden in Miltenberg und erzählte uns über die Bedeutung der Stadt im Mittelalter. Es war interessant Miltenberg auf diese Art und in der Nacht bei Mondlicht näher kennen zu lernen. Man fühlte sich durch das schummrige Licht und die alten Fachwerkhäuser regelrecht in die Vergangenheit zurückversetzt.
Nach dem Frühstück am Sonntag trafen wir uns in der schönen modern gestalten Kapelle von St. Kilian zur gemeinsamen Andacht. Da unser ehemaliger Pfarrer Frithjof Decker bei uns war, brauchten wir uns wegen der Vorbereitung des Gottesdienstes keine Gedanken machen. In der Andacht konnten wir für die wunderbare gemeinsame Zeit danken. Da Doris und Dorothee ihre Gitarren dabei hatten, klappte auch der Gesang bestens.
Anschließend fuhren wir mit den bereits für die Rückfahrt mit Koffern und Wein vollgepackten PKWs in den Nachbarort Großheubach. Zu Fuß ging es dann zum Gipfel des Engelberges hoch über dem Ort. Einige benutzten die Abkürzung über die 612 ausgetretenen Stufen. Wem das zu anstrengend war, der lief den etwas längeren Serpentinen-Fußweg unweit der Treppen. Bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel bot sich noch einmal ein herrlicher Ausblick von dem Franziskanerkloster in die Umgebung und das Maintal. Wir erlebten die Ankunft einer Pilgergruppe aus Obernburg mit ihrer Blaskapelle und deren Einzug in die Wallfahrtskirche zum Gottesdienst.
Anschließend wanderten wir wieder nach Großheubach zurück. Zum Abschluss speisten wir gemeinsam im traditionsreichen Gasthaus „Zur Bretzel“ zu Mittag. Es wurde sehr gut für uns gekocht.
Das nächste WeinWanderWochenende (07.-09.09.2012) wird wieder einen längeren Anfahrtsweg haben. Ziel ist die älteste Stadt Deutschlands, deren Name auf den keltischen Stamm der Treverer zurückgeht.
Marlene Geppert |